Stille Zeit – Rückschauzeit: über die Freuden der Durchsicht laufender Verträge

Ich nutze die Zeit um Weihnachten und Neujahr gern, um Rückschau zu halten und über die Zukunft nachzudenken. Jetzt habe ich Muße, es regnet ohnehin (immer) und Nachdenken verbraucht genau die Energie, die ich in Form von Plätzchen überreichlich zu mir genommen habe.

Der vermutlich wichtigste Teil dieses Prozesses ist es, zu überprüfen, welche Verträge denn so laufen und ob man die – so – alle braucht. In diesem Jahr bin ich auf zwei Dinge gestoßen, die ich nun ändere.

Zum einen habe ich festgestellt, dass ich schon viel zu lange eine kapitalbildende Lebensversicherung mit mir herumschleppe, die nicht (mehr) zu meinem Leben passt. Den Risikoteil benötige ich nicht und die Verzinsung des Geldes im Anlageteil ist nicht berauschend. Da das Instrument monatlich mit 34 Euro zu Buche schlägt, flog es die letzten Jahre „unter dem Radar“. Andererseits sind 400 Euro jährlich aber doch mehr als nichts, wenn man eine Vorstellung hat, was man mit den Reichtümern alternativ anfangen kann.

Viel mehr Beute machte ich aber bei der Durchsicht meiner privaten Krankenversicherung. Ich bin seit 20 Jahren bei derselben Gesellschaft versichert und befinde mich daher in einem Tarif, den es – neu – seit mehr als einem Jahrzehnt gar nicht mehr gibt. Zudem hatte ich, wohl im jugendlichen Überschwang, ein recht üppiges Leistungspaket gebucht.

Nun werde selbst ich nicht jünger, daher will ich eben jenes Paket gar nicht wirklich aufschnüren. Allerdings erinnere ich mich an den alten Grundsatz, dass man existenzielle Risiken absichern soll, nicht aber jeden Flohhusten. Es scheint mir daher Sinn zu machen, zwei Änderungen vorzunehmen:

  • Erhöhung des Eigenanteils pro Jahr von 250 Euro auf 900 Euro. Ich habe die Versicherung seit zehn Jahren nicht gebraucht. Das muss nicht so bleiben, was ja im Wesen von Krankenversicherungen liegt, dennoch meine ich aber im Bedarfsfall das Delta von 650 Euro stemmen zu können.
  • Der neu avisierte Tarif kommt von Haus aus „nur“ mit Garantie auf ein Zweibettzimmer im Fall eines Krankenhausaufenthaltes, ein Einbettzimmer wäre ggf. per Zuzahlung zu erwerben – auch das m.E. ein verschmerzbarer Punkt.

Diese zwei kleinen Änderungen bringen eine monatliche Ersparnis von 120 Euro mit sich, was angesichts der bis dato geringen Nutzung der Versicherungsleistung den angehobenen Eigenanteil sehr deutlich relativiert.

Ein wenig ärgere ich mich über mich selbst, denn diese beiden offensichtlichen Änderungen hätte ich auch schon vor zwei oder drei Jahren vornehmen können.

Haben Sie auch so eine Durchsicht gemacht? Und sind Sie dabei fündig geworden?

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.